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Die unsichtbaren Auswirkungen von Reizüberflutung und Hochsensibilität: Wie hochsensible Menschen mit Überreizung umgehen können

In unserer modernen Welt sind wir oft von einer Vielzahl von Reizen umgeben. Ob visuelle, akustische oder emotionale Reize - sie können auf uns einprasseln und unsere Sinne überwältigen. Während dies für manche Menschen kein Problem darstellt, können hochsensible Personen besonders anfällig für Reizüberflutung sein. Die unsichtbaren Auswirkungen dieser Überstimulation können jedoch erheblich sein und reichen von erhöhtem Stress bis hin zu gesundheitlichen Themen. In diesem Artikel werden wir uns genauer damit befassen, wie hochsensible Menschen lernen können, sich vor übermäßiger Stimulation zu schützen, sowie konkrete Umsetzungstipps zur Bewältigung dieser Herausforderung.


Verständnis für Reizüberflutung und Hochsensibilität


Bevor wir uns mit den konkreten Schritten zur Bewältigung von Reizüberflutung befassen, ist es wichtig, zu verstehen, was Reizüberflutung eigentlich ist und wie sie sich auf hochsensible Menschen auswirkt. Reizüberflutung tritt auf, wenn die Menge an sensorischer Stimulation, der eine Person ausgesetzt ist, deren Verarbeitungskapazität übersteigt. Dies kann dazu führen, dass die Person sich überwältigt, gestresst oder sogar ängstlich fühlt.

Hochsensible Menschen zeichnen sich durch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen aus. Sie nehmen Reize intensiver wahr als andere und können daher schneller von Reizüberflutung betroffen sein. Diese Überstimulation kann sich auf verschiedene Weisen manifestieren, darunter:

•          Erhöhte Reizbarkeit

•          Müdigkeit und Erschöpfung

•          Konzentrationsprobleme

•          Emotionale Instabilität


Verständnis für Reizüberflutung und Hochsensibilität


Konkrete Umsetzungstipps:


1. Selbstreflexion und Selbsterkenntnis:

Der erste Schritt zur Erleichterung von Reizüberflutung besteht darin, sich selbst besser zu verstehen. Hochsensible Menschen sollten sich ihrer eigenen Grenzen und Auslöser bewusst sein. Dies kann durch regelmäßige Selbstreflexion trainiert werden z.B.

-das Aufschreiben von Erfahrungen, Gefühlen

-Reflexionskarten - ziehen, Augen schließen und innen die eigene Frage beantworten.


2. Zeit für Ruhepausen einplanen:

Es ist wichtig, regelmäßig Zeit für Entspannung und Erholung einzuplanen. Hochsensible Menschen sollten bewusst Pausen in ihren Tag integrieren, um sich von sensorischer Stimulation zu erholen und Energie aufzutanken.


3. Achtsame Wahrnehmung:

Achtsamkeit kann hochsensiblen Menschen helfen, ihre Reaktionen auf Reize bewusst wahrzunehmen und zu regulieren. Durch Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Atemtechniken können sie lernen, im Moment zu bleiben und ihre Gedanken und Gefühle zu beobachten, ohne von ihnen überwältigt zu werden. (P.S. das muss keine 45-Minuten-Meditation sein! Machs dir leicht und erlaube es dir so einfach und integrierbar in den Alltag zu machen)


4. Umgebung anpassen:

Erschaffe dir eine Wohlfühl-Umgebung. Es kann hilfreich sein, das Arbeits- oder Wohnumfeld so anzupassen, dass es weniger stimulierend ist. Das kann bedeuten, Lärm zu reduzieren, grelles Licht zu dimmen oder sich an ruhigere Orte zurückzuziehen, wenn die Reizüberflutung zunimmt.

(Ich nenne es gerne "Höhlenzeit" für mich ;)


5. Grenzen setzen und Kommunikation:

Hochsensible Menschen dürfen lernen, klare Grenzen zu setzen und ihre Bedürfnisse offen zu kommunizieren. Dies kann bedeuten, Nein zu zusätzlichen Verpflichtungen zu sagen, wenn sie bereits überstimuliert sind, oder ihren Mitmenschen mitzuteilen, wenn sie Zeit für sich selbst benötigen. (Solltest du noch Angst vor Ablehnung haben, ergründe gerne die Angst aber machs trotzdem und erlaube dir neue Erfahrungen zu sammeln. Es ist wunderschön, wenn z.B. Freunde Verständnis für dich haben und wissen, dass du vielleicht nur eine Stunde bei der nächsten Veranstaltung bleibst und das völlig ok ist!)


Fazit

Reizüberflutung kann für dich als hochsensibler Mensch eine große Herausforderung darstellen, aber es gibt Möglichkeiten, damit umzugehen.

Durch Selbstreflexion, Achtsamkeit und die Anpassung des Umfelds kannst du lernen, mit übermäßiger Stimulation umzugehen und dein Wohlbefinden zu verbessern. Es ist wichtig zu erkennen, dass Reizüberflutung keine Schwäche ist, sondern eine natürliche Reaktion auf eine überstimulierende Umgebung.


Durch die Umsetzung dieser Tipps kannst du als hochsensibler Mensch lernen, ein ausgewogenes und glückliches Leben zu führen.


Denke daran, du bist einzigartig und deine Hochsensibilität ist es ebenfalls. Teste die Tipps, bringe deine Erfahrung mit ein, passe Übungen deinem Alltag an.

Wenn du mit mir deine ganz eigenen Methoden im Arbeitsalltag, als Selbständige oder als Mutter erschaffen möchtest, melde dich gerne und wir konzipieren individuelle Strategien für dich, ohne zusätzlichen Zeitaufwand, sondern IM Alltag.








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